16 Reise zum Mittelpunkt des Murgtal


Ich wusste nicht, dass Menschen auch Urlaub machen und ihre Vierbeiner mit auf diese Reise nehmen. Echten Urlaub, nicht diesen Kurzurlaub, wenn man ein längeres Wochenende genießt oder für ein paar Tage die Familie außerhalb besucht.

Die Welt und unser Rucksack sind unser Zuhause. Im weitläufigen Sinne zumindest.

Eher der Wald ist das Zuhause und für alle Domizile gibt's die Rucksäcke.
In welchen Varianten die gepackt werden können. Man braucht nur eine extra Tasche und schon sortiert Frauchen alles wild durcheinander. Was nicht gebraucht wird, bleibt im Auto und dann geht's los durch die Wildnis. Hauptsache das Futter und ganz besonders die Leckerchen sind parat. Zwei Wochen lang Urlaub im Schwarzwald, man wohnt ja bereits da, wo andere Urlaub machen.

Urlaub all inklusive, da ist man rundum versorgt. Sogar im Wald, mit eiskalter Bergquelle in der Küche, die Murg als Schwimmbad, Schlafzimmer mit Sternenausblick, selbst Strom gibt's für die Musik und Licht. Gewusst wie, aber das Kleingedruckte fehlt natürlich.

Wer hat gesagt, dass die Düsenjäger in aller Frühe mich verrückt machen?

Wer hat gesagt, dass Fliegen blaue Decken lieben? Ehrlich, die war frisch gewaschen. Dennoch haben sich etliche Fliegen wie auf einen Kadaver darüber gestürzt.

Wer hat gesagt, dass es Gewitter gibt und ein Biwak von meinem Herrchen uns einen trockenen Hintern bringt?

Wer hat gesagt, dass man nicht nur schwimmen geht, sondern auch gebadet wird? Halte ich im Urlaub für unsinnig, besonders wenn man nur durch die Wälder zieht.

Wer hat gesagt, dass sogar ein Baum in die Murg kippt? Sogar insgesamt drei in zwei Wochen ohne Sturm? Naja, zum Glück im sicheren Abstand.

Wer hat gesagt, dass es verwirrend ist, weil man immer wieder aufs Neue loszieht? Erwischt, damit habe ich wegen meiner Abenteuerlust kein Problem.

Solange abends das Rudel zusammen ist und die Gute Nacht Knippies gibt. Knippies? Ja, das sind im Original die Cesar Leckerli, könnt ihr in meinem Lexikon nachlesen. Fragen über Fragen, riesigen Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Leinenfrei, ganz oft sogar, das noch als Bonus dazu.

Entspannung pur in der freien Natur und die sonnigen heißen Tage gemütlich am Wasser verbringen.

Wenn das Wetter frische Luft bringt und die Temperaturen angenehmer sind, geht es weiter auf neuen Wegen. Über Stock und Stein, was mag wohl hinter der nächsten Biegung sein?

Da wandere ich doch gerne bergauf und bergab, entdecke viele Pfade und erreiche sogar den Mittelpunkt des Murgtal.

Kurze Pause und zurück ins Revier, abends wechsel ich zum fast perfekten Tarnmodus und bin vorbereitet für die Nacht.

Um dann bei der nächsten Tour frisch und munter Kanada zu entdecken. Zumindest rein optisch wirkt es wie im anderen Land und die Spielwiese ist eine der größten auf Erden. Das macht mir so richtig Spaß. Viele wunderbare Abenteuer, dass so viel Text und Bilder meine Seite hier sprengen würde.

Seitdem lebe ich fast ganz draußen, die Wohnung wird selten genutzt. Meistens bin ich draußen im Garten oder Wald, nachdem die Arbeit zuhause erledigt ist. Und weil ich das Zelten liebe, steht ein riesiges Zelt im Garten zum Übernachten. Nur damit ich noch bis zum Schlafen gehen die Natur genießen kann. Die beiden sind schon verrückt. Spätestens im Winter ist aber Schluss damit, schließlich soll ich mich wieder an die Wohnung gewöhnen. Dann kann ich in Erinnerungen an einem Sommer voller fantastischer Erinnerungen schwelgen.

Zu guter Letzt in diesem Kapitel ein paar Schnappschüsse meiner selbst.

Luna in Action 😉

Schöne Erinnerungen...

Luna von früh bis spät 😉