10 Fellwechsel


Die ruhigeren Tage haben Einzug gehalten. Bei einer gemütlichen Tasse Tee hat man Zeit die schönen Fotos zu sortieren. Dann kann ich von all den Erlebnissen erzählen und Frauchen schreibt alles auf. Bedeutend einfacher, als wenn ich mit meinen Pfoten auf der Tastatur hantiere.

Die Bäume sind im Fellwechsel und überall zeigen sich ihre Blätter in den tollsten Farben. Der Waldboden ist mitunter gut bedeckt mit Nüssen. Vom Walnussbaum im Garten wollte ich schon oft die grünen Kugeln stibitzen. Jetzt weiß ich warum ich aufgefordert wurde abzuwarten. Wild verstreut liegen massenweise Walnüsse herum. Ein kurzer Biss und die Schale ist geknackt und gibt die leckere Walnuss her. Im Wald gibt es noch mehr fressbare Geschenke von den Bäumen, wohlgemerkt, dass einige Tiere einen wichtigen Nutzen davon haben. Haselnüsse sind schwerer zu knacken, weil die für meine Schnauze etwas zu klein sind um die richtig zu packen. Bucheckern sind zu winzig und haben kaum Geschmack. Und dann sind da noch viele Eicheln. Die finde ich ja so toll, aber es wird immer gemeckert, wenn ich die futtern will. Das leidige Thema, draußen darf ich nur das fressen, was mir erlaubt wird. Verdammter Mist, wie soll ich mir das alles nur merken. Meine Leute hätten es wohl lieber, dass ich draußen nichts fresse oder zumindest zeige, was ich haben will. Wir arbeiten daran und ich bekomme ja genug alternative Snacks.

Meinen zweiten Geburtstag haben wir voll ausgenutzt und zu meiner Freude ging alles nach meiner Nase. Ich wünschte nur, dass dieser Tag dann mehr Stunden hätte. Zuerst kauften wir Verpflegung für die Wanderung ein. Natürlich erschnupperte ich im Rucksack, dass mein liebstes Fleisch und die besten Snacks eingepackt waren. Während der großen Wanderung kam ich dann voll auf meine Kosten. Erstens, weil es eine neue Strecke zum Entdecken war und zweitens, gab es während der Pausen rohes Rindfleisch. Wow! Stück für Stück verschlang ich diese Köstlichkeit, schließlich hatten wir einen guten Weg vor uns. Zu Hause am Abend gab es dann den Rest davon plus Leckerchen. Ein Futterherz nur für mich allein. Den Knochen habe ich nicht mehr ganz geschafft, an diesem Tag passte auch kein Trockenfutter mehr rein. Glücklich und voll gefuttert waren erst mal zwei Stunden Schlaf angebracht, bis wir nachts noch eine gemütliche Gassirunde liefen. Jetzt weiß ich das es noch ein Feiertag im Jahr gibt, der zu meinen Ehren gefeiert wird. Finde ich prima!

Finde den Unterschied! 😀

So zog diese Saison rasch vorbei, dank eines ausgiebigen Spätsommers. Vom Gefühl her waren wir gerade noch bei angenehmen Temperaturen zelten, der Herbst präsentierte sich kurz und knackig und schon ist es Dezember. Zeit dem Jahreswechsel entgegen zu steuern.